Hemmende Wirkung des serotonin-1A-rezeptor ist extrem klein, in der Menschen mit Depressionen

Forscher der MedUni Wien haben erstmals untersucht den Einfluss des serotonin-Systems auf das default mode-Netzwerk (DMN) im menschlichen Gehirn und entdeckt, dass bei Menschen mit Depressionen die hemmende Wirkung des serotonin-1A-rezeptor ist äußerst gering. Dies bedeutet, sagt Siegfried Kasper, Leiter der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, dass die betroffenen Patienten „sind praktisch nie in der Lage zu sein, geistig ruhig“.

Die Gehirnregionen im default mode-Netzwerk, das auch als der default-Zustand der Netzwerk, sind nur aktiv, wenn wir nichts zu tun haben, oder wenn unsere Gedanken Wandern und wir finden uns in einem Zustand völliger Ruhe. Der serotonin-1A-rezeptor ist sehr stark an dieser. Innere Ruhe kann nur erreicht werden, wenn es ausreichend stimuliert werden. Bei Menschen mit Depressionen, dieser Mechanismus funktioniert nicht ordnungsgemäß. Sagt Kasper: „Als Ergebnis, die Patienten sind ständig auf der Kante.“

Die Studie, durchgeführt von Andreas Hahn an der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie wurde nun veröffentlicht in der renommierten Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS)“. Neben der Doktorand Andreas Hahn, unterstützt von Rupert Lanzenberger, der Studie beteiligt waren auch andere Wissenschaftler an der MedUni Wien wie Wolfgang Wadsak und Markus Mitterhauser von der Universitätsklinik für Nuklearmedizin und Christian Windischberger vom Zentrum für Medizinische Physik und Biomedizinische Technik (MRI centre of excellence).

„Diese Entdeckung eröffnet neue Möglichkeiten für die Erforschung und Behandlung von psychiatrischen Erkrankungen wie Depressionen, Schizophrenie und Angstzustände auf molekularer Ebene“, sagt Kasper. Dies bildet die Grundlage für die Entwicklung wirksamer Medikamente, die helfen, um angemessen Einfluss auf die serotonin-1A-rezeptor.

Schreibe einen Kommentar